Zum ersten Mal in Wakayama

Die Burg von Wakayama

Q1Wann ist die beste Zeit, um Wakayama zu besuchen?

Wenn man in der japanischen Hauptreisezeit unterwegs ist, sind nicht nur mehr Menschen unterwegs, sondern auch die Preise für Unterkünfte sind besonders an Samstagen höher. Die Nebensaison sowie Wochentage sind die entspanntesten Zeiten für einen Besuch. Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt zu den Jahreszeiten und entdecken Sie dort auch, was die einzelnen Jahreszeiten interessant macht. Malerische saisonale Highlights sind die Kirschblüte im Frühling, die meist Ende März beginnt und bis Anfang April andauert. Die Herbstfarben, die das Laub in brillante Farben taucht beginnt im späten November.

Q2Wie viel Zeit soll ich für Wakayama einplanen?

Gucken Sie sich die empfohlenen Reiserouten an. Sie können eine Hilfe sein, detaillierter einzuschätzen, wie Ihr Aufenthalt aussehen soll und wie viel Zeit Sie persönlich benötigen, um sich wohl zu fühlen.

Q3Ist Wakayama teuer?

Die Lebenshaltungskosten inklusive Waren und Dienstleistungen sind in Wakayama deutlich angemessener als in den Großstädten Kansai oder Tokio. Unterkünfte sind etwa mindestens 50% günstiger als im nahen Osaka City. Man bekommt auch mehr und besseres Essen für das gleiche Geld. Besondere Spezialitäten wie O-Toro (feinstes Bauchstück vom Blauflossen-Thunfisch) können trotzdem ins Geld gehen. Mit dem richtigen Fahrschein hingegen kann man auch im Öffentlichen Verkehr einiges an Geld sparen.

Q4Ich spreche kein Japanisch, werde ich trotzdem klarkommen?

Es gibt verschiedene Tourismusverbände in Wakayama, viele von diesen finden sich an den zentralen Durchgangsorten für Touristen; die Angestellten freuen sich, wenn sie Ihnen helfen können. Wenn Sie Ihre Unterkunft erreichen, können Sie beim Check-in nach einer Liste mit Notfallnummern fragen. Zwar sind die Unterkünfte auf Notfälle eingestellt, aber behalten Sie im Hinterkopf, dass insbesondere in ländlichen Gegenden nicht immer englischsprachige Unterstützung gewährleistet werden kann.

Q5Wird das Filetieren von Thunfisch öffentlich gezeigt?

Absolut. Vorführungen, bei denen Thunfisch filetiert wird, finden statt im Kuroshio Markt in Wakayama Stadt sowie im Ichiba-mar Markt in Shirahama Stadt.

Q6Wie ist das Wetter in Wakayama?

Das Klima in Wakayama ist in den meisten Gegenden das ganze Jahr über warm. Es ist so mild dass Drillingsblumen (Bougainvillea) sogar im Winter blühen. Es handelt sich um eine subtropische Region ohne Trockenzeit.

Q7Welche Kleidung ist angemessen?

Obwohl das Klima im Vergleich zum Rest der Hauptinsel Honshu grundsätzlich recht mild ist, bestimmt vor allem die Jahreszeit, welche Kleidung geeignet ist. Der Winter in Koyasan ist nasskalt und erfordert unbedingt warme Winterkleidung. Für die Wanderung über die Wege des Kumano Kodo ist eine Wanderausrüstung nötig. Im Gegensatz zu der Gegend um Koyasan sind die Strand- und Küstenregionen im Süden eher mild. Wakayama bekommt durchaus seinen Anteil vom Niederschlag ab, das Klima wird als eher feucht eingestuft. Es gibt keine wirkliche Trockenzeit, daher ist es ratsam einen Regenschirm dabei zu haben - vor allem in den bergigen Regionen, wo es die meisten Niederschläge gibt.

Q8Ist Wakayama für Reisende sicher?

Grundsätzlich ist Japan ein sehr sicheres Reiseland mit einer der niedrigsten Kriminalitätsraten weltweit. Und es kommt durchaus vor, dass ehrliche Finder verlorengegangenes in der örtlichen Polizeistation abgeben. Trotzdem sollte man immer umsichtig und "auf zack" sein, wenn man in fremden Ländern reist.

Q9Was soll ich in einem Notfall tun?

Stellen Sie im Fall eines medizinischen Notfalls sicher, dass Sie die Dokumente zu Ihrer Auslands-Krankenversicherung parat haben. Dasselbe gilt für Medikamente, die Sie einnehmen sollen. In Wakayama gibt es mehrere Krankenhäuser und medizinische Zentren, in denen Angestellte auch ausländische Sprachen beherrschen. Um einen Unfall, einen Überfall oder überghaupt einen Notfallzu melden, wählen Sie die ‘110’ von einem Telefon Ihrer Wahl. Es wird empfohlen, dass Sie Ihre Reisepläne vorab bei öffentlichen Stellen Ihres Landes melden bzw. diese Ihrer Botschaft mitteilen, sobald Sie in Japan sind. Diese konsularischen Stellen helfen Ihnen auch, falls Sie Ihren Pass verlieren oder eine wirkliche Katastrophe wie etwa ein Erdbeben passiert. Das japanische Fremdenverkehrsamt stellt darüber hinaus eine App mit dem Namen "Safety Tips" zur Verfügung (für iOS oder Android). Diese überträgt wichtige Meldungen und dient als Frühwarnsystem vor Erdbeben oder Tsunamis. Falls Wertsachen verloren gehen oder gestohlen wurden, melden Sie das einer Polizeistation (koban), gegebenenfalls ihrem Hotel und auch dem jeweiligen Anbieter, zum Beispiel dem Kreditkartenunternehmen. Die örtliche Polizei kann in solchen Fällen Dokumente herausgeben, die die Anzeige oder den Verlust für die Versicherung bestätigen. Auch falls Sie die Orientierung verlieren sollten, helfen die örtlichen Polizisten. Bei Verkehrsdelikten wenden Sie sich an die Notfallnummer ‘9910’. Um einen Versicherungsanspruch geltend zu machen, zum Beispiel bei einem Mietwagen, benötigen Sie auch wieder eine Bestätigung seitens der Polizei.

Q10Wo soll ich in Wakayama übernachten?

Je nachdem, was Ihnen vorschwebt, gibt es für ganz unterschiedliche Bedürfnisse eine Vielfalt an möglichen Unterkünften. Hotels mit heißen Quellen (Onsen) gibt es am Kumano Kodo und in Shirahama, traditionelle japanische Gasthöfe (Ryokan) nahezu überall, Tempelherbergen (Shukubo) in Koyasan - dazu noch Privatunterkünfte, Gasthäuser, konventionelle Hotels und vieles mehr.

Q11Soll ich in Restaurants reservieren?

In den ländlichen Regionen von Wakayama schließen einige Restaurants auch mal früher, wenn keine Gäste da sind, also versuchen Sie vorab zu reservieren, um keine böse Überraschung zu erleben. In größeren Städten kann es auch ratsam sein, zu reservieren, wenn man in einem bestimmten Lokal speisen will.

Q12Kann man sich in Wakayama problemlos fortbewegen?

Früher war die Kii-Halbinsel eine abgelegener und isolierte Gegend. Auch wenn diese Zeiten der Vergangenheit angehören ist es noch immer eine wenig hektische, eher beschauliche Region. Oft ist man kilometerweit lediglich von üppiger Natur umgeben. Es empfiehlt sich also, Ausflüge in ländlichere Gegenden gut zu planen, vor allem wenn die Beschilderung vorwiegend auf japanisch erfolgt und kaum jemand eine Fremdsprache spricht. Gerade weil Wakayamas Verkehrsnetz 4726 Quadratkilometer abdeckt, lohnt es sich, etwas Zeit in die Reiseplanung zu investieren. Nicht nur, damit Sie den bestmöglichen Aufenthalt haben, sondern auch um reibungslos zu reisen und sich eventuell auch ein Stück Spontanität bewahren zu können. Es gibt zum Beispiel tolle Zugfahrkarten, die auch Busanbindungen mit abdecken oder auch saisonale Bus-Fahrkarten, mit denen die Reisenden so oft fahren können, wie sie möchten - innerhalb einer bestimmten Frist. Viele dieser Angebote sind ausschließlich ausländischen Reisenden vorbehalten. Kinder unter zwölf Jahren zahlen die Hälfte und Kleinkinder reisen kostenlos mit. Eine andere Möglichkeit ist, einen Mietwagen zu nutzen. Weil die Straßen viel weniger befahren sind als in Japans Großstädten, kann Autofahren wieder zur Entspannung werden und man kommt leicht in die ländlichen Gegenden, kann etwa an Wakayamas schroffe Küstenlinie fahren, insgesamt 600 km lang, reizende Bergdörfer besuchen oder die heiligen Kii-Berge oder heiße Quellen besuchen.

Q13Kann man in Wakayama problemlos mit Kindern reisen?

Wakayama ist ein entspannter Naturspielplatz voll verschiedenster Gelegenheiten, selbst aktiv zu sein - ein ideales Reiseziel für Familien. Die Auswahl an Unterkünften ist zahlreich, von Zeltplätzen bis hin zu preisgünstigen Hotels oder traditionellen japanischen Gasthöfen (Ryokans), in denen Kindern ein deutlicher Rabatt eingeräumt wird. Generell sind öffentliche Verkehrsmittel für Kinder (im Alter zwischen 6 und 11 Jahren) stark vergünstigt und Kleinkinder unter 6 Jahren fahren kostenlos mit. Kinder zahlen für Zug- oder Busfahrkarten die Hälfte des Preises für Erwachsene. Und für Kinder unter 6 Jahren wird nur eine Fahrkarte nötig, wenn entweder (a) eine Sitzplatzreservierung erforderlich ist oder (b) ein Erwachsener mit drei oder mehr Kleinkindern unterwegs ist. Bei Mietwagen kann man Kindersitze dazu mieten, normalerweise ist das kein Problem. An Autobahnen und Schnellstraßen laden im Schnitt alle 50 km Rastplätze zum anhalten ein, dort gibt es Toiletten, Restaurants und Spielplätze. Falls Sie sich entscheiden, auch mit dem Fahrrad auf Erkundungstour zu gehen: vor allem in der Nähe von Bahnhöfen gibt es Mietstationen - oder bei der Touristeninformation. Auch hier kann man nach Kindersitzen und Fahrradhelmen fragen. In Restaurants lohnt es sich, darauf zu achten ob vielleicht Kinderteller angeboten werden. Die Freizeitaktivitäten in Wakayama reichen von Kultur bis zu Outdoor-Aktivitäten. Zum Beispiel können Sie mit Ihren Kindern in Kainan lernen, wie man die traditionelle japanische Lackkunst (Urushi) anwendet, auf der Burg Wakayama ins Gewand eines Samurai schlüpfen, in Taiji mit Delphinen schwimmen oder die berühmten Pandabären in der "Adventure World" von Shirahama besuchen. Briefmarken zu sammeln, wenn man all die Sehenswürdigkeiten, Tempel, Heiligtümer und Bahnhöfe besucht, kann auch großen Spaß machen und versüßt den Kleinen den Aufenthalt in Wakayama vielleicht umso mehr.

Q14Kann man in Wakayama problemlos Geld von Geldautomaten abheben?

Ja, wenn man weiß wo. Internationale Kreditkarten, Debitkarten oder Prepaid, werden im ganzen Land an Geldautomaten in den Postämtern akzeptiert. Auch in den kleinen Läden von 7-11 hat man diese Möglichkeit. Viele Inlandsbanken dagegen akzeptieren keine ausländischen Bankkarten. Über die Standortsuche können Sie sich den nächsten Geldautomaten anzeigen lassen.

Q15Werden Kreditkarten gemeinhin akzeptiert?

Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert, vor allem wenn man etwas weiter von den großen Städten entfernt ist. Nützlich sind sie in jedem Fall, um sich Bargeld auszahlen zu lassen. Das funktioniert an bestimmten Geldautomaten der Postämter , bei einigen Banken und in den kleinen 7-11 Läden.

Q16Wie sind die üblichen Öffnungs- und Geschäftszeiten?

Postämter und Banken haben üblicherweise am Wochenende geschlossen. In einigen Großstädten kann es Ausnahmen geben. Alle anderen dienstleistungsorientierten Geschäfte, Läden, Museen oder Warenhäuser haben täglich geöffnet. Nur an Neujahr haben die meisten geschlossen. An allen anderen Feiertagen muss man mit viel Trubel auf den Straßen, in Einkaufszentren und in den Urlaubsorten rechnen. Vor allem während der sogenannten "Goldenen Woche" von Ende April bis Anfang Mai. Neben den Sommerferien im August ist hier am meisten los.

Q17Wie komme ich nach Wakayama?

Besuchen Sie den Abschnitt Reisen nach Wakayama um Informationen über Flugreisen, Zugreisen und über das Reisen mit dem Auto oder mit regionalen Anbietern zu bekommen.

Q18Welche Aktivitäten muss ich im Vorfeld buchen?

Je ländlicher die Gegend, in der Sie etwas vorhaben, desto eher empfiehlt es sich, bei der Touristeninformation anzufragen, ob Sie Ihre gewünschte Aktivität vorab buchen sollten. Zum Beispiel das Obstpflücken wird von keiner Plantage in Wakayama als spontan besuchbares Programm angeboten. Hier muss vorab reserviert werden, was auch für den Shuttle-Sevrice von und zum nächsten Bahnhof gilt, der von vielen Obstplantagen angeboten wird. Neben einzelnen Aktivitäten müssen etwa auch Tickets für längere Verbindungen mit dem Express Bus vorab gebucht werden. Dasselbe gilt auch für Taxis in ländlichen Gegenden. Im Raum Shirahama oder am Kumano Kodo muss man etwa auch touristische Taxi-Rundfahrten vorab arrangieren. Das empfiehlt sich auch für beliebte oder besonders günstige Unterkünfte, insbesondere an Samstagabenden und während der Ferien oder Feiertage. Während die üblichen Hotels bequem online buchbar sind und auch kurzfristig zur Verfügung stehen, sollte man die traditionellen japanischen Gasthöfe (Ryokan) oder Aufenthalte in Klöstern (Shukubo) in Ruhe planen und vorab buchen.

Allgemeine Fakten über Wakayama

Die Präfektur Wakayama liegt auf der Halbinsel Kii. Sie ist Teil der Region Kansai, zu der auch Osaka und Kyoto gehören. Die Hauptstadt Wakayamas ist Wakayama Stadt, hier ist auch der Verwaltungssitz der Präfektur, die im Norden an die Präfektur Osaka und im Osten an die Präfekturen Nara und Mie angrenzt. Sie liegt auf 34,14° nördlicher Breite und 135,10° östlicher Länge und hat eine Fläche von 4726 Quadratkilometern, die zu 80% von Gebirge geprägt sind. Dem warmen und feuchten Klima geschuldet werden in Wakayama mehr Früchte produziert - Mandarinen, japanische Dattelpflaumen und Ume (ähnlich der Aprikose) - als irgendwo sonst in Japan. Auch eine florierende Land- und Forstwirtschaft prägen die Region - neben der Fischerei. So werden frische Meeresfrüchte, Thunfisch oder auch echter Bonito angelandet. Eine reichhaltige, naturbelassene Landschaft, großzügig mit heißen Quellen gespickt. Im Schatten von Bergen, an Seen oder direkt am Pazifik gelegen, machen sie diese Region zum beliebten Zeil für alle, die sich für Thermalquellen begeistern können. Koyasan, die Kumano Sazan (die drei größten Kumano Schreine) und die Pilgerwege, die sie verbinden, wurden am 7.Juli 2004 zum Weltkulturerbe erklärt. Sie sind große Touristenmagneten. Im April 2015 lag die Einwohnerzahl der Präfektur bei 965.597. Die Symbole der Präfektur sind die Ume (aprikosenartige Pflaume), die japanische Steineiche Ubamegashi, aus der die spezielle Holzkohle Kishu Binchotan gewonnen wird, und der Thunfisch.

Allgemeine Fakten über Wakayama

Polizeiangelegenheiten

Japan hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt und die ländlichen Gegenden wie Wakayama gehören zu den sichersten des Landes. Die meisten Touristen erleben Ferien ohne Zwischenfälle, aber natürlich gibt es – wenn auch selten – Diebstähle und Zwischenfälle.

Benachrichtigen Sie die Behörden, wenn Sie während Ihres Besuchs in Wakayama Opfer eines Verbrechens werden, in einen Unfall verwickelt sind oder Ihre Geldbörse oder etwas anderes verlieren. Ein Polizeirevier oder eine kleine Polizeistation, die sogenannten 'koban', sind nie weit entfernt. Alternativ können Sie einen vorbeigehenden Polizisten anhalten. Diese tragen blaue Uniformen und haben schwarz-weiße Polizeiautos.

In einem ernsthaften Notfall wählen Sie die Nummer 110 für die Polizei (oder die 119 für einen Krankenwagen oder die Feuerwehr). Die Leitungen sind 24 Stunden besetzt und man spricht dort Englisch und andere Sprachen. Von einige ausländischen Handys können Sie evtl. keine Notrufe in Japan absetzen, leihen Sie sich dann ein Telefon von einem Passanten oder lassen Sie jemanden für sich anrufen. Wenn Sie anrufen, versuchen Sie ruhig zu bleiben und Folgendes zu erklären:

1. Was das Problem ist
2. Wo Sie sind
3. Wann der Zwischenfall passiert ist
4. Wer daran beteiligt war
5. Was die jetzige Situation ist
6. Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und alle weiteren relevanten Informationen

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