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Welterbe: Die Pilgerwege von Kumano Kodo

Kumano, das spirituelle Herz Japans, ist altbewährt. Der Kumano Kodo ist einer der beiden einzigen Pilgerwege weltweit, die den Status des Welterbes haben. Seine Geschichte geht über 1000 Jahre zurück.

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Geschichte

Seit Jahrtausenden wird die Bergregion von Kumano verstanden als mystische "heilige Gegend, in der die Götter verweilen". Während der Heian-Zeit (794–1185) traten die Mitglieder des Kaiserhofes die 30-40-tägige beschwerliche Reise von der damaligen Hauptstadt Kyoto in diese abgelegene Gegend an, um nach dem Himmel auf Erden zu suchen. Genau hier wurden Kumano Sanzan, die drei Großschreine sowie der Tempel Nachisan Seiganto-ji errichtet.

Geschichte

Seit Jahrtausenden wird die Bergregion von Kumano verstanden als mystische "heilige Gegend, in der die Götter verweilen". Während der Heian-Zeit (794–1185) traten die Mitglieder des Kaiserhofes die 30-40-tägige beschwerliche Reise von der damaligen Hauptstadt Kyoto in diese abgelegene Gegend an, um nach dem Himmel auf Erden zu suchen. Genau hier wurden Kumano Sanzan, die drei Großschreine sowie der Tempel Nachisan Seiganto-ji errichtet.

Von Japans Kaiserhaus in die Welt

In der frühen Heian-Zeit verbreitete sich der Kumano-Glaube ausgehend von der Kaiserfamilie und den Aristokraten über die Krieger-Kaste der Samurai und. Es kamen so viele Menschen das der Pilgerweg bekannt wurde als "Ameisenmarsch nach Kumano". Der Kumano-Glaube war einzigartig in Japan, weil er allen, unabhängig von Klasse und Geschlecht offen stand und auch Behinderte willkommen hieß. Heute gibt es etwa 3000 Kumano-Schreine in Japan.

Von Japans Kaiserhaus in die Welt

In der frühen Heian-Zeit verbreitete sich der Kumano-Glaube ausgehend von der Kaiserfamilie und den Aristokraten über die Krieger-Kaste der Samurai und. Es kamen so viele Menschen das der Pilgerweg bekannt wurde als "Ameisenmarsch nach Kumano". Der Kumano-Glaube war einzigartig in Japan, weil er allen, unabhängig von Klasse und Geschlecht offen stand und auch Behinderte willkommen hieß. Heute gibt es etwa 3000 Kumano-Schreine in Japan.

Kumano Sanzan

Die heiligen Stätten, die als Kumano Sanzan bekannt sind, setzten sich zusammen aus dem Großschrein Kumano Hayatama Taisha (Shingu), dem Großschrein Kumano Nachi Taisha und dem benachbarten Tempel Nachisan Seiganto-ji (Nachi-Katsuura) sowie dem Großschrein Kumano Hongu Taisha (Tanabe). Beschreibungen der Landschaften und heiligen Stätten der Region sprechen oft von einer mysteriösen Aura, die, so sagt man, von den unterschiedlichen Ursprüngen und Praktiken der Verehrung der Natur herrühren. Ungeachtet der Unterschiede, die sich auch in der Architektur niederschlagen, existieren diese seit jeher im Einklang mit ihrem Umfeld und lassen dadurch die Besucher beeindruckt zurück.

Der Großschrein Kumano Hongu Taisha

Kumano Sanzan

Die heiligen Stätten, die als Kumano Sanzan bekannt sind, setzten sich zusammen aus dem Großschrein Kumano Hayatama Taisha (Shingu), dem Großschrein Kumano Nachi Taisha und dem benachbarten Tempel Nachisan Seiganto-ji (Nachi-Katsuura) sowie dem Großschrein Kumano Hongu Taisha (Tanabe). Beschreibungen der Landschaften und heiligen Stätten der Region sprechen oft von einer mysteriösen Aura, die, so sagt man, von den unterschiedlichen Ursprüngen und Praktiken der Verehrung der Natur herrühren. Ungeachtet der Unterschiede, die sich auch in der Architektur niederschlagen, existieren diese seit jeher im Einklang mit ihrem Umfeld und lassen dadurch die Besucher beeindruckt zurück.

Shinbutsu-shugo

Kumano Sanzan verbindet den shintoistischen und buddhistischen Glauben zu einem, dies nennt man Shinbutsu-shugo (wörtlich: Die Konvergenz von Buddhismus und Shinto). Die Vorstellung, dass Gottheiten (kami) in allen Dingen auf der Erde präsent sind, ist seit jeher tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Weißes Papier, das in Form eines Blitzes gefaltet und an Schreinen aufgehängt wird, markiert die Orte, von denen man glaubt, dass dort kami residieren. Als der Buddhismus im 6. Jahrhundert nach Japan kam, wurden die Shinto-Gottheiten mit den unterschiedlichen Manifestationen von Buddha gleichgesetzt – so entstand Shinbutsu-shugo.

Shinbutsu-shugo

Kumano Sanzan verbindet den shintoistischen und buddhistischen Glauben zu einem, dies nennt man Shinbutsu-shugo (wörtlich: Die Konvergenz von Buddhismus und Shinto). Die Vorstellung, dass Gottheiten (kami) in allen Dingen auf der Erde präsent sind, ist seit jeher tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Weißes Papier, das in Form eines Blitzes gefaltet und an Schreinen aufgehängt wird, markiert die Orte, von denen man glaubt, dass dort kami residieren. Als der Buddhismus im 6. Jahrhundert nach Japan kam, wurden die Shinto-Gottheiten mit den unterschiedlichen Manifestationen von Buddha gleichgesetzt – so entstand Shinbutsu-shugo.

Die Pilgerwege

Über die letzten 10 Jahrhunderte sind Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in die ruhigen Kii-Berge gereist und den unterschiedlichen Pilgerrouten zu den Kumano Sanzan-Schreinen gefolgt. Diese verschiedenen Wege werden Kumano Kodo genannt. Die sieben Routen sind die Nakahechi- (die Hauptroute), Ohechi-, Kohechi-, Iseji-, und die Choishi-michi-Route, letztere verbindet den heiligen buddhistischen Koyasan mit den Kumano Schreinen. Darüber hinaus gibt es noch die Yoshino & Omine-Route, ein abgelegener und trügerischer Bergpfad, der für asketische Praktiken von der Shugendo-Sekte genutzt wird und nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen ist. 2004 wurde der Großteil dieser Routen – außer einem modernen Pfad, dem Kiiji – zum UNESCO Weltrebe erklärt.

Die Pilgerwege

Über die letzten 10 Jahrhunderte sind Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in die ruhigen Kii-Berge gereist und den unterschiedlichen Pilgerrouten zu den Kumano Sanzan-Schreinen gefolgt. Diese verschiedenen Wege werden Kumano Kodo genannt. Die sieben Routen sind die Nakahechi- (die Hauptroute), Ohechi-, Kohechi-, Iseji-, und die Choishi-michi-Route, letztere verbindet den heiligen buddhistischen Koyasan mit den Kumano Schreinen. Darüber hinaus gibt es noch die Yoshino & Omine-Route, ein abgelegener und trügerischer Bergpfad, der für asketische Praktiken von der Shugendo-Sekte genutzt wird und nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen ist. 2004 wurde der Großteil dieser Routen – außer einem modernen Pfad, dem Kiiji – zum UNESCO Weltrebe erklärt.

Welterbe

Am 7. Juli 2004 wurden die drei heiligen Schreingelände, der Tempel Nachisan Seiganto-ji sowie die Pilgerwege zum Welterbe und als "Heilige Stätten und Pilgerwege in der Kii-Bergkette" erklärt. Die Stätte schließt den Kumano Sanzan und Koyasan in der Präfektur Wakayama sowie Yoshino & Omine in der Präfektur Nara ein. Laut UNESCO-Welterbe-Erklärung bilden diese Stätten eine kulturelle Landschaft, welche die Verschmelzung von Shintoismus und Buddhismus spiegelt und eine lebendige und wohl-dokumentierte Tradition heiliger Berge belegt, wie sie seit 1200 Jahren aufrecht erhalten wird.

Welterbe

Am 7. Juli 2004 wurden die drei heiligen Schreingelände, der Tempel Nachisan Seiganto-ji sowie die Pilgerwege zum Welterbe und als "Heilige Stätten und Pilgerwege in der Kii-Bergkette" erklärt. Die Stätte schließt den Kumano Sanzan und Koyasan in der Präfektur Wakayama sowie Yoshino & Omine in der Präfektur Nara ein. Laut UNESCO-Welterbe-Erklärung bilden diese Stätten eine kulturelle Landschaft, welche die Verschmelzung von Shintoismus und Buddhismus spiegelt und eine lebendige und wohl-dokumentierte Tradition heiliger Berge belegt, wie sie seit 1200 Jahren aufrecht erhalten wird.

Kumano Kodo und der Jakobsweg (Spanien)

2018 ist ein wichtiges Jahr für die japanische Präfektur Wakayama und die spanische Provinz Galicien. Es markiert den 20. Jahrestag des Partnerabkommens zwischen den beiden Regionen in der gegenseitigen Anerkennung ihrer spirituellen Werte.     Die Pilgerrouten Kumano Kodo und der Jakobsweg sind weltweit die einzigen Pilgerwege, die von der UNESCO als Welterbe anerkannt sind. In Kooperation arbeiten beide Regionen, Wakayama und Galicien, seit mehr als 20 Jahren zusammen, um durch Austauschprogramme für junge Menschen sowie gemeinsame Tourismusförderung zum Weltfrieden beizutragen.  

Kumano Kodo und der Jakobsweg (Spanien)

2018 ist ein wichtiges Jahr für die japanische Präfektur Wakayama und die spanische Provinz Galicien. Es markiert den 20. Jahrestag des Partnerabkommens zwischen den beiden Regionen in der gegenseitigen Anerkennung ihrer spirituellen Werte.     Die Pilgerrouten Kumano Kodo und der Jakobsweg sind weltweit die einzigen Pilgerwege, die von der UNESCO als Welterbe anerkannt sind. In Kooperation arbeiten beide Regionen, Wakayama und Galicien, seit mehr als 20 Jahren zusammen, um durch Austauschprogramme für junge Menschen sowie gemeinsame Tourismusförderung zum Weltfrieden beizutragen.  

Höhepunkte in Kumano

Sowohl Wanderer als auch Pilger können ihr Gepäck vorausschicken, während Sie zwischen den Kumano Sanzan-Schreinen auf den Kumano Kodo-Pilgerwegen unterwegs sind. Dieser Service ist auch für internationale Reisende, die mit Koffern unterwegs sind nützlich.

Das Wetter im südlichen Wakayama ist gemeinhin das ganze Jahr recht mild mit wenig Schnee. Der Januar ist der kälteste Monat, die Durchschnittstemperatur beträgt dann nur zwischen 3°C ~ 7°C. Die Temperaturen sind im August am höchsten, dann ist es zudem feucht, wohingegen Mai, Juni, September und Oktober gemäßigte Monate sind. In dieser Zeit, vor allem von Mai bis August regnet es am meisten.

Von Tanabe Stadt, der zweitgrößten Stadt der Präfektur, erreicht man den Kumano Kodo am einfachsten. Das Tourismusbüro in Tanabe hat einen Online-Dienst, der Ihnen helfen kann, Ihre Reise zu planen, angefangen bei den Reservierungen bis hin zur Auswahl eines Reiseleiters.

Die Pilgerwege erstrecken sich von 100–600 Höhenmetern und deswegen sind bequeme Wanderkleidung, Wanderschuhe und atmungsaktive Regenkleidung ebenso notwendig wie ein angemessener Vorrat an Wasser, ein Hut sowie ein Handtuch. Spazierstöcke können helfen, die Belastung in den Knien zu vermindern und sind an den meisten Ausgangspunkten des Weges erhältlich.

Der Kumano Kodo und der Jakobsweg haben ein gemeinsames Programm, des sogenannten “Dualen Pilger”. Diejenigen, die beide UNESCO-Pilgerwege gegangen sind, werden hier geehrt, gewürdigt und ihre Geschichte soll verbreitet werden. Sie können sich im Kumano Hongu Heritage Center oder in der Touristeninformation von Tanabe dafür registrieren.

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